WandaVision – Rückblick

Blackened - WandaVision Finale Header

Spoilerfreier Eindruck der Serie

In Bezug auf meinen letzten Text (Klick) über WandaVision kann ich direkt Entwarnung geben: Die hohe Qualität hat man über alle neun Folgen hinweg gehalten. Gestört haben mich nur Kleinigkeiten, auf die ich im Spoiler-Part eingehen möchte. Die Rückkehr des MCU nach über einem Jahr Pause ist absolut geglückt und ich würde WandaVision sogar zu dessen Sternstunden zählen. Meine Skepsis, mit gerade diesem Konzept wieder in Erscheinung zu treten, hat sich komplett ins Gegenteil gewandelt. Ich bin begeistert von all der Liebe, die hier ins Detail gesteckt wurde und dem Mut, den die Marvel Studios bewiesen haben. Sicher, Summe X hätte die Serie ohnehin geguckt, weil „Marvel“ draufsteht, aber mit weniger guten Drehbüchern hätte das auch ganz übel nach hinten losgehen können. Ging es aber nicht und WandaVision hat zwei meiner Lieblingsfiguren aus den Comics endlich die Bühne gegeben, die sie verdient haben, und der Cast hat diese genutzt. Dass bei Marvel auch die kleinen Nebenrollen sehr gut besetzt sind, daran hat man sich ja schon gewöhnt. Aber gegen die Stars Elizabeth Olsen und Paul Bettany verblassen sie alle. Gerade Olsen gebühren alle Preise, die sie kriegen kann. Nach ihrer Leistung im Finale tut es richtig weh, dass wir nun bis Doctor Stange and the Multiverse of Madness warten müssen, bis wir sie wiedersehen. Damit hätte ich nicht gerechnet, nachdem Avengers: Endgame auch ein guter Schlusspunkt gewesen wäre. Aber er scheint, als habe man noch sehr viel mit dem Marvel Cinematic Universe vor.

Blackened - WandaVision Finale Screen02
© Marvel Studios/ Disney

Fazit: Lohnenswert für alle, die eine kreative Serie mit liebevollen Hommagen an die Sitcoms der 50er-90er zu schätzen wissen (die Malcolm in the Middle-Folge !!!). MCU-Vorwissen macht aber trotz der alles Wichtige abdeckenden Rückblicke vor jeder Folge Sinn.

Ab hier wandern wir fröhlich ins Spoiler-Territorium!

Letzte Warnung!

Okay, bringen wir das Meckern hinter uns. Was sollte der Quatsch mit Evan Peters? Ich werde WandaVision nicht abwerten, weil gewisse Theorien nicht eingetroffen sind. Für ein Auftauchen von Doctor Strange, Captain Marvel oder sogar Reed Richards von den Fantastic Four (!) habe ich, im Gegensatz zu anderen, nie konkrete Anzeichen erkannt. Mephisto wollte ich sowieso nicht sehen, ich bin dem Mistkerl immer noch wegen der „One More Day“-Storyline böse. Auch habe ich nicht damit gerechnet, dass man Wandas berühmtes „No more mutants“ aus den Comics quasi umdreht und die X-Men ins MCU holt. Aber für die Rückkehr Quicksilvers Evan Peters zu casten, nachdem man nun die Rechte an den X-Men hat, war natürlich pures Kalkül. Das ist legitim und clever gemacht, aber wenn der Payoff am Ende nur ein Peniswitz war, ist das schon sehr billig. Schade drum, aber noch habe ich die Theorie nicht aufgegeben, dass zumindest einige Darsteller mit ihren Rollen ins MCU rüberwechseln. Passen würde es auf jeden Fall.

Blackened - WandaVision Finale Screen08
Ich mein ja nur … (© Marvel Studios/ Disney)

Ansonsten kann ich die Show nur loben. Natürlich riecht man den Twist mit Agathe Harkness sogar fünf Meilen gegen den Wind, wenn man ihren Namen nicht aus der Vorlage kennt. Weitere sicher geglaubte Fantheorien erwiesen sich hingegen sogar als falsch. Aber ist das wirklich ein Problem, wenn die Story gut aufgebaut ist? Aus meiner Sicht nicht. WandaVision ist die Geschichte von Wanda Maximoff und Vision. Eine Geschichte, die wie so oft bei Marvel mehr Schichten hat, als man zuerst annimmt. Wanda gewinnt am Ende zwar die Schlacht, verliert aber dafür (erneut) alles, was ihr wichtig ist. Als strahlende Heldin geht sie auch nicht von dannen, denn sie hat immer noch die Bevölkerung einer gesamten Kleinstadt gegen deren Willen mental versklavt. Das und ihre endlich vollkommen erwachten Kräfte als Scarlet Witch (fantastisches Kostüm!) machen richtig neugierig. Da kann man fast vergessen, dass auch Vision wieder da ist, nachdem sein Konterpart seine Erinnerungen reaktiviert hat. Das nimmt der Szene aus Avengers: Infinity War natürlich etwas die Dramatik, aber ich bin froh, ihn wiederzuhaben. Nur seltsam, dass „Westview-Vision“ Wanda das nicht mal in einem Nebensatz mitteilt. Wobei das den Abschied aber vermutlich etwas verwässert hätte, der wohl einer der traurigsten Momente des MCUs ist.

Fazit: Ich habe mich nun sehr auf das Finale konzentriert, aber jede Folge bildet ein wichtiges Stück des Gesamtwerks WandaVision. Das Universum wurde noch größer, neue Charaktere wurden eingeführt und sämtliche Emotionen beim Zuschauer geweckt. Von den anderen Marvel-Serien erwarte ich nicht, dass sie mich in diesem Ausmaß begeistern. Einschalten werde ich aber auf jeden Fall wieder.

Nur eine Frage habe ich noch …

Blackened - WandaVision Finale Screen09
© Disney

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